Deutsch mutter- und fremdsprachlich

 

Einleitung:

 

Deutsch steht im Mittelpunkt des Geschehens an der Deutschen Nachschule Tingleff . Hier ist es möglich, seine Fremdsprachenkenntnisse so auszubauen, dass ein Gespräch über fast alle Themen auf Deutsch möglich wird. Das übergeordnete Ziel des Unterrichtes ist es, die Schüler zur kommunikativen Kompetenz in der deutschen Sprache zu befähigen. Mündliche Kompetenz steht dabei noch vor der schriftlichen Kompetenz.

Deutsch ist nicht nur Unterrichtssprache an der Deutschen Nachschule Tingleff, sondern auch Umgangssprache in Schule und Freizeit. Der alltägliche  Umgang mit der Sprache befähigt die Schüler innerhalb kurzer Zeit zur Kommunikation miteinander, nimmt die Schwellenangst vor dem Gebrauch der deutschen Sprache und ermöglicht somit den Schülern ein angstfreies Lernen.

In Abstimmung mit dem Lehrplan des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig für die Klassenstufen 9 und 10, sowie dem Lehrplan Deutsch des Landes Schleswig – Holstein 1997 sind die Lernfelder des Faches Deutsch in Grundbereiche gegliedert

Diese Basisfähigkeiten sind Hören/ Zuhören, Sprechen, Sehen/ Lesen und Schreiben.

 

Für die Anerkennung als deutsche Schulabschlüsse sind die Leistungen in deutscher Muttersprache Grundvoraussetzung.

 

1.   Gegenstand, Aufgaben und Ziele des Deutschunterrichts/Muttersprache

 

Der Deutschunterricht befasst sich mit dem Umgang u. Gebrauch der deutschen Sprache und    

der deutschsprachigen Literatur, beide Bereiche sind aufeinander bezogen.

 

Übergreifendes Ziel des Deutschunterrichtes ist die Erweiterung und Förderung der sprachlichen Handlungsfähigkeit des Schülers.

 

Unterschiedlichen Sprachkompetenzen im mündlichen und schriftlichen Sprachhandeln kann der

Unterricht durch entsprechende Kurse (muttersprachlicher und fremdsprachlicher Unterricht) und

Niveaus gerecht werden (Differenzierung).

 

Orientierungshilfen für den muttersprachlichen Deutschunterricht bilden dabei der Lehrplan für Schleswig- Holstein, sowie ein Lehrplan für die Schulen des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig. Dem fremdsprachlichen Unterricht liegen hauptsächlich die fælles mål für die folkeskoler zugrunde.

 

Die Zweisprachigkeit an der Schule bietet vielfältige Begegnungen der beiden Sprachen Deutsch und Dänisch. Die Möglichkeiten einer vergleichenden Betrachtung der sprachlichen Erscheinungen und die daraus resultierenden Leistungen sind dabei ebenso wichtig wie aufkommende Interferenzen auszulöschen.

Ziel ist, ein Bewusstsein dafür  aufzubauen, welche Bereicherung ein zunehmendes Können in beiden Sprachen bedeutet.

 

Der Deutschunterricht will die Schüler befähigen, mittels deutscher Sprache mündlich und     

schriftlich produktiv wie rezeptiv zu kommunizieren, d.h.  zur  Beherrschung des Sprachrepertoires (langue), der bestmöglichen Sprachverwendung (parole), der Fähigkeit zur kritischen  Reflexion über Sprache und Sprachgebrauch und zur Fähigkeit zum angemessenen Umgang mit Literatur zu gelangen.

 

2.   Zur Terminologie der Lernfelder des Deutschunterrichts

 

Die Lerninhalte werden allgemein in den folgenden vier Lernfeldern beschrieben:

 

I.    Sprechen und Schreiben:

n    mündliches und schriftliches Sprachhandeln

n    situationsgemäßes Sprechen und Schreiben

 

II.  Umgang mit Texten:

n    angemessener Gebrauch von Literatur

n    Lesen, Verstehen, Deuten  Einbringen des eigenen Sprachhandelns

n    Literaturunterricht, literarische Erziehung

n    Interpretieren, Lesen, Strukturen erkennen, Intentionen des Autors erkennen, orientierendes Lesen

n    Leselehre, weiterführender Leseunterricht, Leseerziehung

n    Spracherleben

 

III. Sprachbetrachtung und Sprachübung

n    Sprachelemente in den eigenen Sprachbesitz übernehmen und Sprachphänomene erkennen und für das eigene Sprachhandeln nutzbar machen

n    Sprachreflexion, Sprachtraining, Sprachunterricht

n    Grammatik, Sprachlehre, Sprachkunde (Semantik), Sprachbetrachtung

 

 IV. Rechtschreibung

n    unmissverständlich kommunizieren

n    eine normengerechte Orthographie zur schriftlichen Verständigung verwenden können

n    Orthographieunterricht

 

Der Deutschunterricht soll die Schüler zu selbstständigem u. selbstreflektierendem Arbeiten erziehen, was u.a.. durch die Öffnung des Unterrichts und eine möglichst große Methodenvielfalt erreicht werden soll.

 

3.   Lernerfolgskontrollen

 

Die individuelle Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Schülers erfordert, dass der Deutschlehrer jedem Schüler Leistungsnachweise abverlangt. Es sind mündliche und schriftliche Leistungsnachweise in allen vier Lernfeldern zu fordern und zu bewerten.

In den Klassen 9 und 10 können Jahresarbeiten zu einem literarischen Thema oder zu einem Aspekt anderer Fächer (Projektaufgabe) geschrieben werden. Für die Zeugnisnote ergibt sich eine Berücksichtigung der Leistung aller Lernfelder.

Bei deutschen Schülern der 9. Klasse mit ausgeprägten Lese-Rechtschreibschwierigkeiten oder einer förmlich festgestellten Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) wird der aktuelle Erlass angewendet (KuMi S-H v. 20.9.85). Für die Anerkennung als deutsche Schulabschlüsse sind die Leistungen in deutscher Muttersprache Grundvoraussetzung.

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